Teil I 24.03.2008

Osterspektakel Burg Rabenstein, Fläming

Die letzten Vorbereitungen waren getroffen und alles schien perfekt. Als wir jedoch am Samstag Morgen erwachten, bibberten wir schon bei der Vorstellung, ein Wochenende im Schneegetöse auf der Bühne zu verbringen. Wir trotzten aller Witterung und machten uns auf in unbekannte Gefilde.

Nachdem wir schon zwei Drittel der Strecke gewandert waren, fielen uns die daheim zurückgelassenen Dinge ein, die wir hatten mitnehmen wollen. Nun gut. So sollten wir wenigstens nicht in die Versuchung kommen, etwas auf dem Marktplatz zu vergessen.

Nachdem wir den letzten Berg überwunden hatten, tat sich vor uns die wunderschöne Kulisse der Burg Rabenstein auf. Über das Pflaster schlurfend schleppten wir unsere doch reichlich vorhandenen Instrumente auf die Bühne und steckten alle Einzelteile zu einem gigantischen Großen zusammen.

Die ersten Leute hatten sich beim Anblick des Aufbaus schon vor der Bühne versammelt und warteten geduldig auf die musikalische Darbietung. Unsere drei inzwischen blaulippigen Dudelsackspieler pfiffen sich warm und dann gings los.

Die Augen rollten wild zwischen Trommeln und Schalmeien hin und her. Und schon war der erste Titel gespielt. Klatschend pfeifendes Publikum honorierte die Darbietung. Plötzlich ging alles wie von selbst.

Zufrieden mit der gelungenen Feuertaufe begossen wir diese mit einem heißen Met in der Taverne.

Nach einem weiteren gelungenen Auftritt im Burghof zerlegten wir wieder alles Krachgemöbel in Kleinteile und brachen auf in die Hauptstadt.

Im Nachtlager eingetroffen tranken wir auf den Erfolg und fielen sogleich in die Betten. Der nächste Tag sollte einige Überraschungen bereit halten.


Teil II 25.03.2008

Osterspektakel, Zitadelle, Berlin-Spandau

Ausgeruht und gesättigt kamen wir in der Zitadelle in Berlin-Spandau an. Nach kurzer Verwirrung begannen wir abermals unseren nun fast schon routinierten Aufbau. Reichlich neugierige Augen wendeten sich von allem anderen ab und uns zu, als die ersten Töne über den Platz hallten. Das Volk drehte sich auf einmal im Kreise, klatschte und kreischte. Der Jubel und das Handgeklapper hätten schöner nicht sein können. Wie Balsam nahmen wir die Freude der Menschen in uns auf.

Müde aber glücklich traten wir den Heimweg an und freuen uns nun um so mehr auf die anstehenden Märkte.

Wir möchten uns an dieser Stelle nochmals bei den reichlich erschienen Fans der ersten Stunde bedanken! Ihr wart spitze!


Pfingsten 2008 09.-12.05.2008

Pfingsten mit Murkeley heiß ab jetzt nicht mehr Pfingsten sondern Stressten oder vielleicht Spaßten...oder so...

Ja, es war ein lustiges Pfingstwochenende!

Donnerstag, 08.05.2008 Ort des Geschehens: Leipzig, vor einem dunklen, engen Proberaum

Einpacken. Passt nicht. Wieder auspacken und noch einmal einpacken. Fertig. Oder? Haben wir denn diesmal auch alles? Wo sind die Fahnen? Wo ist der Banner. Ach, noch in der Druckerei. Na gut.

Freitag, 09.05.2008 – Wave Gotik Treffen in Leipzig

In aller Frühe aus den Betten geschleppt traf sich die Band zum Ausladen vor der Moritzbastei. Naja, nicht die ganze Band. Unser Neuzugang und Dauergast Normannuns, der Laute, nahm es mit der Zeit nicht so genau. Wenigstens war er dann da, als wir alles aufgebaut hatten. Als die Kirchuhr zwölfe schlug, gings los. Die in Massen angereisten Fans strömten zur Bühne, tanzten und kreischten was das Zug hielt. Naja, zumindest fast. Es war schließlich Wave Gotik Treffen und es war zwölf Uhr mittags. Mit Eigenmotivation und Kirschbier kam die Sache dann aber doch ins rollen und alle hatten ihren Spaß. Nach vier Mucken in Abwechslung mit den Kollegen von Nachwindheim und Drachenflug und viiieel Sonne machten wir uns daran, den ganzen Plunder wieder tetrismäßig ins Auto zu verpacken.

Feierabend. Noch ein Bandausflug ins heidnische Dorf und der Tag war ein echtes Erlebnis.


Pfingsten 2008

Samstag, 10.05.2008 – Historisches Schlossfest in Oelsnitz/Vogtland

Mitten in der Nacht fuhren wir gen Süden – auf nach Oelsnitz. Leider vergaßen wir beim Einladen unseren noch immer selig schlummernden Stephanus, so dass dieser, um an ein bisschen Nahrung und Ruhm zu kommen, bei Kollegen anheuerte und übers Wochenende in Leipzig trommelte. Wir müssen uns an dieser Stelle nochmals entschuldigen, Stephanus, es kommt sicher nicht wieder vor. Versprochen!

In Oelsnitz angekommen, steppte schon der Bär. Schnell wieder aufbauen und Rock ´n Roll. Durch die Verstärkung von Normannus, dem lauten, wurden die Konzerte an diesem Samstag zu einem ganz besonderen Erlebnis. Er zupfte, was die Saiten hielten. Die Leute rund um die Bühne tranken, sangen und tanzten.


Pfingsten 2008

Sonntag, 11.05.2008 – Historisches Schlossfest in Oelsnitz/Vogtland

Es scheint schon ein merkwürdiger Zufall zu sein, dass immer an Marktwochenenden die Nächte so verdammt früh enden. Mit Augenringen behangen trabten alle zum reichhaltigen Frühstück mit Aussicht. Die Uhr am Kirchturm drängte und wir begannen zu schlingen. Das ein oder andere Bandmitglied zog die Dusche dem Frühstück gleich vor. In den Tourbus gestapelt fuhren wir zurück zum Marktplatz.

Die Sonne hatte der Bühne schon reichlich eingeheizt, so dass wie uns nicht mal warm spielen mussten. So verlief dieser Pfingstsonntag wie der vorangegangene Samstag und wie spielten uns gen Feierabend. Kurz nach Sonnenuntergang traten wir müde aber sonnen gebräunt die Heimreise an. Zurück in der Heimat fielen wir mitsamt den Kollegen von Ragnaroek, die uns schon auf der beschwerlichen Strecke nach Leipzig motorisiert unterstützt hatten, in eine Taverne ein und aßen und tranken, bis wir auf den Stühlen einzuschlafen drohten.


Pfingsten 2008

Montag, 12.05.2008 – Wave Gotik Treffen in Leipzig

Auch an diesem Morgen fiel uns wieder das Phänomen der kurzen Muckennächte auf. Unerklärlich. Ein Teufelskreis.

Das ruhige Programm auf der Bühne zum Start in den Tag lockte die Lebensgeister wieder hervor. Sowohl unsere als auch die, des schwarzen Volkes, was sich langsam aber sicher aus der Nacht zu schälen begann.

In muckender Abwechslung mit den Kolleginnen von Filia Irata sollte der Tag der krönende Abschluss eines arbeits- uns spaßreichen Wochenendes werden.